Pressemitteilung Berlin, 15.06.2016


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft seit heute die Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes zu Warnstreiks auf. Zum Auftakt legen heute die Beschäftigten der Nassauischen Sparkasse in Hessen die Arbeit nieder.

"In den nächsten Tagen werden wir zu weiteren Warnstreiks aufrufen", sagte ver.di- Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführer Christoph Meister. Es werde in den nächsten Wochen im Rahmen einer flexiblen Streikplanung unterschiedliche regionale Schwerpunkte geben.

"Die Arbeitgeberseite hat auch nach zwei Verhandlungsrunden bisher kein Angebot vorgelegt. Das ist absolut inakzeptabel. Die Beschäftigten leisten jeden Tag gute Arbeit und werden eine Nullrunde nicht hinnehmen. Äußerungen der Arbeitgeberseite in den zurückliegenden Verhandlungsrunden deuten klar darauf hin, dass dies offenbar beabsichtigt ist. Dies würde darauf hinauslaufen, dass es für die gesamte Teilbranche keinen gültigen Tarifvertrag mehr gibt.
Wir nehmen eine zunehmende Empörung vieler Bankbeschäftigter wahr, die sich nicht damit abfinden wollen, dass ihre Gehaltsentwicklung von anderen Branchen oder von derjenigen der Kolleginnen und Kollegen in Sparkassen und Genossenschaftsbanken abgekoppelt wird. Die Banken befinden sich in einer herausfordernden Situation, sie befinden sich aber definitiv nicht in der Krise", führte der Gewerkschafter aus.

ver.di fordert für die Beschäftigten in den privaten und öffentlichen Banken die Erhöhung der Gehälter um 4,9 Prozent, eine entsprechende Erhöhung der AT-Gehälter, sowie die gleiche Bezahlung bei gleicher Tätigkeit. Die Ausbildungsvergütung soll um 80 Euro steigen.
Auszubildende sollen nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet in Vollzeit übernommen werden. Außerdem fordert ver.di, den Tarifvertrag Altersteilzeit zu verlängern.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 28. Juni 2016 in Wiesbaden statt.
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John Doey

John Doey

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