Der Tarifabschluss war nur mit großen Anstrengungen erreichbar. Die bundesweiten Streiks haben schließlich Wirkung gezeigt. Allen Streikenden gilt unser Respekt und unsere Anerkennung!


DAS GEHALTSERGEBNIS IM ÜBERBLICK:
am 01.10.2016 um 1,5 Prozent
am 01.01.2018 um 1,1 Prozent
am 01.11.2018 um 1,1 Prozent

Die Ausbildungsvergütungen werden ab 01.10.2016 um 50 Euro monatlich erhöht. Die Laufzeit des Gehaltstarifvertrages  beträgt 33 Monate. Der Abschluss berücksichtigt das herausfordernde Branchenumfeld, welches die Arbeitgeber erneut  düster gezeichnet haben. Aus ihrer Sicht sind die Banken eine Krisenbranche. In den 14 Tagen zwischen der dritten und vierten Verhandlungsrunde haben sich viele Bankbeschäftigte an den Arbeitsniederlegungen beteiligt. Die Streikbeteiligung war vielerorts noch einmal erhöht und viele Filialen blieben geschlossen.

Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch:Die Bereitschaft zur Unterstützung der ver.di-Forderung war regional und institutsbezogen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Nur aufgrund des Engagements derjenigen Kolleginnen und Kollegen, die sich an den Streiks beteiligt haben, konnte überhaupt ein neuer Gehaltstarifvertrag abgeschlossen werden, der mehr als „Null-Komma“ Gehaltssteigerungen vorsieht. Gleichwohl liegt unser Tarifergebnis unterhalb der Tariferhöhungen in anderen Branchen und führt nur durch die aktuell niedrige  Teuerungsrate zu einer Steigerung der  Realeinkommen. Ein höherer Gehaltsabschluss ist nur erreichbar, wenn sich deutlich mehr Bankbeschäftigte in ver.di organisieren und für ihren Tarifvertrag einsetzen.

ZU UNSERER FORDERUNG, DIE AT-ANGESTELLTE  INS ENTGELTSYSTEM EINZUBEZIEHEN:
Im Jahr 2017 nehmen die Tarifvertragsparteien ergebnisoffene Verhandlungen auf mit dem Ziel, bis zum Beginn der nächsten Gehaltstarifrunde einen Regelungsvorschlag für eine Reform des Tarifentgeltsystems  zu erarbeiten.
Dabei
  • sollen die Tätigkeitsmerkmale (§ 6 MTV) mit Blick auf die heutigen und künftigen Anforderungen grundlegend neu gestaltet werden
  •  sollen Teile der bisher übertariflich/außertariflich entlohnten Beschäftigten in den Geltungsbereich des Tarifvertrages einbezogen werden. Mit der Verhandlungsverpflichtung zum Entgeltsystem besteht die Chance, diesen Tarifvertrag nach 40 Jahrenendlich grundlegend zu modernisieren. Angesichts der Tatsache, dass inzwischen mehr als die Hälfte der Beschäftigten ein höheres Gehalt bezieht als die höchste Tarifgruppe (TG 9) festschreibt, ist es notwendig einen größeren Teil der AT/-Beschäftigten einzubeziehen
FÜR AUSZUBILDENDE:
Die Tarifparteien nehmen im Februar 2017 Gespräche im Rahmen eines Ausbildungsgipfels auf mit der Zielsetzung, die Attraktivität der Ausbildung in der Bankenbranche zu erhöhen.
Dabei sollen
  • Aspekte des Images der Branche, der Ausbildungsqualität und der Perspektiven sowie Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf erörtert werden,
  • insbesondere auf veränderte Tätigkeiten und Prozesse – auch im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung – und ihre Auswirkungen auf Aus- und Weiterbildung eingegangen werden.
Auch die Regelungen zur Ausbildung bieten Chancen der Modernisierung und Aktualisierung. Diese Chancen, die uns der vereinbarte „Ausbildungsgipfel“ bietet, wollen wir in den kommenden Monaten und Jahren nutzen! In diesem Zusammenhang werden wir uns weiter für die Übernahme stark machen.

Der Tarifvertrag zur Altersteilzeit wird bis Ende 2019 verlängert, genauso wie die beschäftigungssichernde 31-Stunden-Klausel und die Regelung zu den Langzeitkonten.



















Die neuen Gehaltstabellen finden Sie hier
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John Doey

John Doey

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