Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft im Konflikt rund um den Tarifvertrag des privaten und öffentlichen Bankgewerbes erneut zu Streiks auf, um den Druck vor der vierten Verhandlungsrunde am 12. Juli 2016 zu erhöhen. Ab Dienstag, dem 5. Juli, wird es daher zu einer Ausdehnung der Streiks in wechselnden Bundesländern kommen. Betroffen sind in dieser Woche Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland Pfalz, Saarland, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Hamburg. Den Auftakt der Streiks bilden am morgigen Dienstag (5. Juli) zahlreiche Banken in Niedersachsen und Bremen. Am 6. Juli sind Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die dritte Verhandlungsrunde wurde am 29. Juni 2016 ohne Ergebnis vertagt. Ein von den Arbeitgebern vorgelegtes Angebot, das über eine Laufzeit von 36 Monaten bei fünf Nullmonaten umgerechnet nur minimale Lohnsteigerungen von 0,85 Prozent pro Jahr vorsah, hatte ver.di als „Mogelpackung“ zurückgewiesen. Die Verhandlungen sollen nun am 12. Juli 2016 in Wiesbaden fortgesetzt werden.
„Die Beschäftigten empfinden das Arbeitgeberangebot als respektlos, denn gerade in Zeiten des Umbruchs schultern sie zusätzliche Belastungen und erwirtschaften weiterhin Gewinne für die Institute“, betont ver.di-Bundes-vorstandsmitglied und Verhandlungsführer Christoph Meister.
In zahlreichen Branchen hätten sich die Beschäftigten im ersten Halbjahr orden-tliche tarifvertragliche Gehaltssteigerungen gesichert. Auch für die Mehrheit der  Beschäftigten in der Kreditwirtschaft gebe es Tarifabschlüsse, zum Teil mit Gehaltssteigerungen von deutlich mehr als zwei Prozent. Die Beschäftigten der privaten und öffentlichen Banken dürften nicht von dieser allgemeinen Gehaltsentwicklung abgekoppelt werden, erklärte Meister und forderte die Arbeitgeber auf, das Angebot am 12. Juli deutlich zu erhöhen. ver.di fordert für die rund 230.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes 4,9 Prozent mehr Gehalt. Das Ergebnis soll auch für Beschäftigte mit außertariflicher Bezahlung übernommen werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di neben einer Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 80 Euro  auch eine Übernahmegarantie im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

Hinweis für die Redaktionen Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Jan Duscheck, Bundesfachgruppenleiter Bankgewerbe,
E-Mail: jan.duscheck@verdi.de

Informationen zu den Warnstreiks in Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen finden Sie unter  https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/landespressemitteilung
Aktuelle Informationen sowie Hintergrundmaterial finden Sie auch im Pressebe-reich der Kampagnenseite zur Tarifrunde: www.tarifrunde-banken.de



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John Doey

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